Weihnachtsmarkt in der Löwenstadt Braunschweig

 

Auf der fünften Kulturreise des Heimatvereins Dinklage besuchten die Heimatfreunde die schöne Innenstadt und den Weihnachtsmarkt von Braunschweig.

In Braunschweig angekommen besichtigten wir zuerst die um 1160 als Pfalz von Herzog Heinrich dem Löwen errichtete Burg Dankwarderode und den Braunschweiger Dom. Zwei Stadtführer zeigten uns in der Burg unter anderem das Original des Braunschweiger Löwen und den Kaisermantel von Otto IV., dem einzigen deutschen Kaiser aus dem Welfenhaus. Beeindruckend war auch der im Stil des Historismus ausgemalte Rittersaal im Obergeschoß. Der Braunschweiger Dom wurde 1173 von Heinrich dem Löwen, Herzog von Bayern und Sachsen, und seiner Gemahlin Mathilde von England gestiftet. Ihr Grabmal, ihre Sarkophage, der von ihnen gestiftete Marienaltar, der imposante siebenarmige Leuchter, das Imervard-Kreuz und viele andere mittelalterliche Denkmäler erinnern an diese Zeit und an ihr Ringen um Macht und Expansion. Insbesondere die riesigen Secco-Malereien zeigen deutlich, dass es neben christlichen Motiven immer auch um die kaiserliche Abstammung von Heinrich und Otto ging. Dadurch sollte der rechtmäßige Anspruch der Welfen auf den deutschen Kaiserthron untermauert werden. Anschließend zeigte uns eine gebürtige Dinklagerin, die seit 40 Jahren in Braunschweig lebt, Sehenswürdigkeiten am Burgplatz sowie Rathaus, Residenzschloss und Theater der Stadt.

Am Nachmittag besuchten die Mitreisenden den festlich geschmückten Weihnachtsmarkt in der Altstadt rund um Burg Dankwarderode und Dom. Etwa 150 Kunsthandwerker und Kaufleute boten in weihnachtlichen Verkaufsständen zum Beispiel handgeschnitzte Holzfiguren und Holzspielzeug aus Seiffen im Erzgebirge, kunsthandwerklichen Weihnachtsschmuck und viele kulinarische Spezialitäten aus der Region an. Insbesondere bestaunten wir die nicht enden wollende Warteschlange vor dem Stand des Braunschweiger Handmandelbrenners Meier. Während er Mandeln mit Vanille, Zucker und Butter in einem gasgeheizten Kupferkessel kräftig mit der Hand rührte, spürte man den Zauber der Adventszeit.

Weihnachtlich gestimmt kehrten wir am späten Abend nach Dinklage zurück.

Hans Hoymann

Foto: Peter Süssmann-Dierken

       
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